Paradigma

 

 

griech. Beispiel

 

"In der klassischen Metaphysik steht P. für ein Urbild ei-
nes innerweltlich Seienden. - In der modernen Wissen-
schaftsphilosophie bezeichnet der P.-Begriff das mehr
oder weniger bewusste Vorverständnis von einem wissen-
schaftlichen Gegenstand bzw. von der zur Anwendung
kommenden Forschungsmethode. Ein P. bleibt nach T. S.
Kuhn unangetastet und zumeist unreflektiert, bis Anoma-
lien auftreten und 'normale Wissenschaft' und deren herr-
schende P.ta durch neue Forschungsergebnisse relativiert
werden. Kuhns wissenschaftshistorische Analysen zei-
gen aber, daß der Wechsel von P.ta keineswegs als ra-
tionaler, begründungsorientierter Prozess kontinuierlichen
Erkenntnisfortschritts verläuft, sondern ein eher irrationa-
ler Vorgang ist, der den Charakter eines Generations-
und Glaubenskampfes annimmt."

Prechtl, Peter / Burkard,
Franz-Peter (Hrsg.): Metzler
Philosophie Lexikon. Metzler,
Stuttgart 1999

Literatur:

T. S. Kuhn: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen.
Frankfurt 1967

 

Architekturtheoretische Paradigmen

 

- die vitruvianischen Kategorien firmitas, utilitas, venustas,
die in der Geschichte der Architekturtheorie immer wie-
der neue Interpretationen erfahren haben

- der Satz vom Menschen als Maß aller Dinge in der Ar-
chitekturtheorie der Moderne

vgl. Hanno-Walter Kruft: Geschichte
der Architekturtheorie. Verlag C. H.
Beck, München 1995, S. 24

 

 

 

 

 

Verfasserin:

Katrin Lederer Dipl.-Ing. Architektur
E-Mail:
katrinlederer@web.de

 

Seite zuletzt aktualisiert am:
18.05.2005

   zurück zur Übersicht

Zettelkasten   
Architekturtheorie