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In einem Interview über seinen Entwurf für die Topogra-
phie des Terrors in Berlin:
taz: Es war in dem Wettbewerbsentwurf von 1993 die Re-
de von einer einfachen "Hülle", die Sie über das schwieri-
ge Gelände setzen wollen. Erklärt das vielleicht auch den
Widerstand, der aus Berlin kommt? Und der auf einem
Missverständnis beruhen könnte: Die Topographie hat für
Sie eine andere Dimension, ist Kunst - während sie für
den Bausenator und die Stiftung ein Gebäude ist?
Zumthor: Das ist eine Erfahrung, die ich glücklicherweise
bei allen Arbeiten mache. Anfangs ist eine starke, fast nai-
ve Anfangsidee da. Dann reden wir viele Stunden über
das, was wir tun, geben uns Rechenschaft. Und nach all
dem bekommt es, wenn es ein Glücksfall ist, eine Art
Schlüssigkeit wie ein gut geschriebenes Streichquartett
oder ein gutes Buch. Wo man merkt: Hier ist Einfachheit,
Gelassenheit oder Heiterkeit. Kunstwerk sage ich eigent-
lich ungern. Ein Laie würde es so nennen - und er hätte
dann Recht. Das ist mehr als ein Gebäude für irgendeinen
Inhalt.
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"Architektur muss verführen"
Interview mit Peter Zumthor.
Fragen: Philipp Gessler / Rolf
Lautenschläger, in: taz Nr. 6513
vom 3.8.2001, S. 3-4
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