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Architekturtheorie
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"die Bemühung um
Formulierung von Gesetzmäßigkeiten
zeitgemäßer Architektur mithilfe der Analyse anerkannter
Beispiele der Baugeschichte, Kritik an zeitgenöss. Archi-
tektur oder durch die Propagierung innovativer Gedanken
zum Bauen. [...]"
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Brockhaus. Die Enzyklopädie in
24 Bänden. Brockhaus, Mannheim
20., neu bearbeitete Auflage
1996 bis 1999 (Bd. 1: 1996)
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Folgend kurzer
historischer Abriss, beruhend auf
H.-W. Kruft: Geschichte der Architekturtheorie (1991) und
G. Germann: Einführung in die Geschichte der Architek-
turtheorie (1993)
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kein
Eintrag
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Sandkühler, Hans
Jörg (Hrsg.):
Europäische Enzyklopädie zu
Philosophie und Wissenschaften.
Meiner, Hamburg 1990
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Enzyklopädien Architektur
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"wesentlicher
Bestandteil der Architektur- und Kunstwis-
senschaft sowie der Ästhetik, der die Gesetzmäßigkeiten
und Bedingungen der architektonischen Gestaltung und
die artspezifischen Bedingungen und Möglichkeiten der
materiellen und ideellen Aneignung der Architektur durch
den Menschen erforscht. Synthetische Untersuchungen
tragen zur Klärung der Wirkungsverhältnisse auf Produk-
tivkräfte und Gesellschaft bei. Vor der Herausbildung
wissenschaftlich analytischer Forschungsmethoden
dominierten Idealvorstellungen, Utopien, subjektive
Interpretationen, religiöse und politische Symbolvor-
stellungen. [Bemerkung zur historischen Entwicklung
und zu Einflüssen - K.L.] Entscheidend wurde die Me-
thode, die sich mit den sozialen Faktoren der Wir-
kungsweise der Architektur und der Klärung des Wir-
kungsverhältnisses zwischen technischen, funktio-
nellen, ökonomischen und ideellen Komponenten be-
fasst.
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Kadatz, Hans-Joachim: Seemanns
Lexikon der Architektur.
Seemann-Henschel, 2001
(3. Aufl.; 1. Aufl. 1994)
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"Betrachtung
und Abwägung der der Baukunst zugrunde
liegenden Gesetze, mit dem Versuch, diese Gesetze nor-
mativ zu erfassen. Die Architekturtheorie entwickelte sich
einerseits aus den für die Baupraxis formulierten Bauvor-
schriften (u. a. auch Handhabung religiöser Symbolinter-
pretationen, von Zahlensymbolik, empirisch ermittelten
Konstruktions- und Proportionswerten), andererseits aus
dem Bereich der Philosophie und Ästhetik. Die Theorien
haben dabei oft unterschiedliche Ausgangspunkte und
Ziele, die aber stets die Absicht verfolgen, jeweils die ver-
schiedenen Ideen der Architektur in Gesetzmäßigkeiten
zu fassen. [...]"
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Pevsner, Nikolaus / Honour, Hugh
/
Fleming, John (Hrsg.): Lexikon der
Weltarchitektur Rowohlt Hamburg
1992 (3., aktualisierte und erweiterte
Aufl.; 1. Aufl. 1966)
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Dann folgt ein
ausführlicherer Abriss der Geschichte der
Architekturtheorie. Für die Architekturtheorie von Mitte des
19. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts
stellen die Autoren neue Formen fest, die verbunden sind
mit einem neuen Verhältnis zur Architektur und zu den Rezipienten:
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"Wie Architektur
aussehen sollte oder was darunter zu
verstehen ist, wird durch Architekten und Konstrukteure,
vereinigt in Verbänden oder Schulen (Schule von Chica-
go, Bauhaus), postuliert und mehr durch exemplarische
Musterbauten (Sullivan, Skelettbauweise, Weißenhof-
siedlung in Stuttgart, Werkbundsiedlung in Wien), als
durch Traktate bzw. durch Architekturbücher im Sinne von
Lehrbüchern vorgestellt (Bauhausschriften). Die Tenden-
zen neuen Bauens, die gleichzeitig als Kritik der alther-
gebrachten Konstruktionen zu verstehen sind, werden in
Streitschriften und Manifesten von radikalen Gruppen wie
u. a. Futuristen, Konstruktivisten, Utopisten und Rationa-
listen niedergelegt. [...] Monographische Schriften zu Ar-
chitekturerscheinungen, bzw. zum Internationalen Stil
(1932) von H.-R. Hitchcock und Johnson oder Venturis
'Komplexität und Kontradiktion in der Architektur' (1966),
wirken nicht nur rekapitulierend sondern auch voraus-
schauend. [...]
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"[...]
das Bestreben, die der Baukunst zugrunde liegenden
Gesetze aus ihren Hauptwerken zu erkennen und darzu-
legen oder solche a priori aufzustellen. [...]"
Es folgt ein
zusammenfassender historischer Abriss.
Für Koepf wurde die
Architekturtheorie durch die Architek-
turkritik verdrängt, "als die ursprüngliche Sicherheit im
baukünstlerischen Gestalten mehr und mehr verloren
ging." Im Unterschied zur Architekturtheorie versuche die
Architekturkritik für Koepf, "die Ursachen der Fehlleistu-
ngen aufzudecken". Architekturkritik werde oft von Archi-
tekten betrieben, als herausragend nennt Koepf Adolf
Loos, Walter Gropius und Le Corbusier.
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Koepf, Hans: Bildwörterbuch der
Architektur. Alfred Kröner Verlag,
Stuttgart 1985 (unveränderter
Nachdruck der 2. Aufl. 1974)
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wesentlicher
Bestandteil der Architektur- und Kunstwis-
senschaft sowie der Ästhetik, der die Gesetzmäßigkeiten
und Bedingungen der architektonischen Gestaltung und
die artspezifischen Bedingungen und Möglichkeiten der
materiellen und ideellen Aneignung der Architektur durch
den Menschen erforscht. Synthetische Untersuchungen
tragen zur Klärung der Wirkungsverhältnisse auf Produk-
tivkräfte und Gesellschaft bei. Vor der Herausbildung
einer wissenschaftlich marxistischen Architektur-
theorie dominierten bürgerliche Idealvorstellungen
und Utopien, die auf religiösen und politischen Sym-
bolvorstellungen sowie subjektiven Interpretationen
beruhten. [Bemerkung zur historischen Entwicklung und
zu Einflüssen - K.L.] Entscheidend wurde die Methode
des dialektischen und historischen Materialismus,
die sich mit den gesellschaftlichen Faktoren der Wir-
kungsweise zwischen technischen, funktionellen,
ökonomischen und ideellen Komponenten befasst. In
Erkenntnis dieser Zusammenhänge wird neben ange-
strebten optimalen technischen und funktionellen Lö-
sungen in der sozialistischen Architekturtheorie die
Wirkungsweise der Architektur auf den Menschen
zum Hauptgegenstand.
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Kadatz, Hans-Joachim: Wörterbuch
der Architektur. Seemann, Leipzig
1980 (1. Aufl.)
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Seemanns Lexikon der
Architektur schreibt damit eine
eigene Tradition der Theoriebildung der DDR fort. Ver-
sucht wurde hier eine absolute Begriffsbestimmung jen-
seits historischer Entwicklung.
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Kadatz bezieht seine
Bestimmung des Architekturtheorie-
begriffs, wie auch die Deutsche Bauakademie den Titel
ihres Forschungsberichtes, auf einen Begriff, der seiner-
seits nicht erläutert wird, hier den der Architekturwissen-
schaft.
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kein
Eintrag
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Gerlach, P. / Laudel, H. /
Möbius, D.:
Architekturtheoretische Grund-
begriffe, Deutsche Bauakademie,
Berlin 1972.
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Kritik:
Architekturtheorie
wird verstanden als fortwährender Ver-
such, Architektur auf Gesetzmäßigkeiten zurückzuführen.
Schon bei diesem wenigen lassen sich aber 2 unscharfe
Aussagen erkennen, die zum einen das Verhältnis von Ar-
chitektur und Gesetzmäßigkeit, zum anderen die Berech-
tigung betreffen, überhaupt von Gesetzmäßigkeit zu spre-
chen. Zur 2. Aussage zuerst: Pevsner schreibt vom Ver-
such, die Gesetze normativ zu fassen, Koepf vom Bestre-
ben, jene zu erkennen, darzulegen und a priori aufzustel-
len, und Kadatz schließlich schreibt vom Erforschen der
Gesetze als Aufgabe der Architekturtheorie. Ob diese Ge-
setze also tatsächlich existieren, das bleibt mehrheitlich
offen. Die zweite Aussage betrifft den Gegenstand des
Interesses, der nur auf den ersten Blick einheitlich er-
scheint, bei näherem Hinsehen aber jeweils ein anderer
ist. Pevsner geht davon aus, daß von den jeweiligen
Theoretikern angenommen wird, daß der Architektur
selbst Gesetzmäßigkeiten zugrunde liegen, während bei
Kadatz die Gesetzmäßigkeit auf den Entstehungs- und
den Rezeptionsprozess der Architektur bezogen wird. Die
Formulierung von Koepf geht einen Mittelweg, wenn da-
von die Rede ist, daß mittels der Architekturtheorie die
der Architektur zugrunde liegenden Gesetzmäßigkeiten
durch Rezeption erkannt werden sollten.
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Zu fragen ist, ob die
formale Differenz tatsächlich auch
auf inhaltliche Unterschiede hinweist. Bei scheinbarer
und vielleicht auch beabsichtigter Übereinstimmung wird
doch die Gesetzmäßigkeit auf dreierlei verschiedene Di-
nge bezogen, nämlich 1. auf die Architektur als solche,
als bestehende, als Bauwerk, 2. auf den Prozess der Ent-
stehung, der Schaffung und 3. auf den Prozess der Re-
zeption und der Wirkung von Architektur.
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Architekten über Architekturtheorie:
Peter Eisenman
Rob Krier
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Verfasserin:
Katrin Lederer Dipl.-Ing.
Architektur
E-Mail: katrinlederer@web.de
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Seite zuletzt aktualisiert am:
17.05.2005
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